Spiritualität

Die Spiritualität Chiara Lubichs eröffnet einen Raum, in den Gott eintritt und die Menschen berührt. Chiara Lubich lebte eine umwerfend bedingungslose Liebe, (eine höchst) gegenwärtige Präsenz und die ungeteilte Aufmerksamkeit für den Menschen, mit dem sie gerade zu tun hat. Allein dies genügte bereits, um einen Menschen zum „Brennen“ zu bringen, selber zu lieben, Gott mit ganzen Herzen zu suchen und sich auf ein göttliches Abenteuer in seinem Leben einzulassen. Das „Mehr“ ihrer Spiritualität der Einheit besteht jedoch darin, diese Liebe im kollektiven, "trinitarischen" Modus zu leben. Auf Gegenseitigkeit gelebt („Liebt einander so wie ich euch geliebt habe.“ – Joh 15,12), ereignet sich zwischen den so Verbündeten etwas „Drittes“: ein spürbares Wirken des Geistes Gottes. Durch die Einheit in der gegenseitigen Liebe (vgl. Mt 18,19-20) wird die Präsenz Jesu deutlich wahrgenommen; eine Begegnung, eine Versammlung erfährt ungeahnt befreiende, kreative und heilsame Wendungen. Die Einübung, jedwede schmerzlich dunkle Situation sofort mit dem gekreuzigten und gottverlassenen Jesus (s. Mt 27,46) in Verbindung zu bringen ermöglicht Auferstehungs­erfahrungen. Wo wir – menschlich – vor dem „Unmöglich“, in der Aporie kapitulieren würden, zieht er uns durch – in neue Spielräume. Da entsteht die Vision einer Einheit in unendlicher Vielfalt (vgl. Eph 1,10).

Klaus Hemmerle, dem das KHF sich tief verbunden weiß, erlebte in den Aporien seines Lebens und Denkens neue Spielräume. Diese gründeten in einem Hören und Sicheinlassen auf die Welt selbst, das er einmal so formulierte:

„Lass mich dich lernen, dein Denken und Sprechen, dein Fragen und Dasein, damit ich daran die Botschaft neu lernen kann, die ich dir zu überliefern habe."

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