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Weihe schützt vor Alter nicht

Wie das Leben von Priestern im Alter gelingen kann
Porträtbild Christoph Jacobs

Im Mittelpunkt der Abendveranstaltung stehen Lebensqualität, Identität und Spiritualität von Priestern in den Jahren vor dem Ruhestand und im Ruhestand selbst.

Das Alter ist dabei sowohl Würdezeit als auch Bürdezeit. Priester gehen nicht „als Priester“ in den Ruhestand; sie geben jedoch Funktionen ab und stehen vor der Aufgabe, ihren Lebensstil, ihre Beziehungen und ihr pastorales Engagement neu zu gestalten.

Mit dem Eintritt der geburtenstarken Babyboomer-Generation in den Ruhestand rückt diese Frage immer stärker in den Vordergrund. Wie können sich Priester auf diese Lebensphase vorbereiten, neue Perspektiven entwickeln und mit den Grenzen des Älterwerdens konstruktiv umgehen? Welche Bedeutung kommen dabei Gesundheitskompetenzen, einer realistischen Selbstsorge und der Verantwortung für die eigene körperliche, psychische und geistliche Gesundheit zu?

Priester teilen die allgemeinen Chancen und Herausforderungen des Alterns, zugleich aber unter besonderen Bedingungen. Zölibat, kirchlicher Strukturwandel und eine zunehmende pastorale Verdichtung prägen ihre Lebenssituation in besonderer Weise.

Dabei stellt sich auch die Frage nach Verantwortung. Welche Vorsorge können Priester selbst für ihr Alter treffen? Und welche Verantwortung tragen Diözesen und Kirche, damit Seniorpriester nicht an den Rand geraten, sondern mit Würde, Teilhabe und geistlicher Beheimatung alt werden können?

Die Abendveranstaltung möchte Risiken realistisch benennen, vor allem aber Ressourcen stärken. Sie zeigt Perspektiven auf, wie neue Lebens- und Wohnformen, tragfähige Netzwerke, eine vorausschauende Personalpolitik und eine Kultur der Wertschätzung dazu beitragen können, dass das lange priesterliche Alter zu einer eigenständigen und fruchtbaren Lebensphase wird.

Prof. Christoph Jacobs (geb. 1958) ist Priester des Erzbistums Paderborn, Pastoralpsychologe und Professor für Pastoralpsychologie und Pastoralsoziologie an der Theologischen Fakultät Paderborn. Wissenschaftlich verbindet er Theologie und Psychologie und erforscht Lebensqualität, Spiritualität sowie Belastungen und Ressourcen von Seelsorgenden – von der jungen Generation bis zu den Seniorpriestern.

 

Veranstaltung vom 08.06.2026.
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Zu dieser Veranstaltung gibt es keine Teilnehmerumfrage.